Verschrottung von Containerschiffen läßt
höhere Charterraten erwarten.
Unter dieser Überschrift erschien
der nachfolgend wiedergegebene Artikel in der ZeitschriftTHB Deutsche
Schiffahrts-Zeitung vom 28.September 1998.
Auch in der vergangenen Woche wurden wieder zwei
Verkäufe von veralteten Container-frachtern an indische Abbrecher
bekannt: Die 1972 in Kiel bzw. Emden gebauten Einheiten " P&O
NEDLLOYD LIVERPOOL "(3055 TEU) und " MED NAPLES"
(2142 TEU) der Reedereien P&ON bzw.CMA traten dieser Tage ihre
letzte Reise nach Indien an, wo im August/September u.a. "
COLUMBUS NEW ZEALAND "(1250 TEU), " DISCOVERY BAY "(1414
TEU), " MSC DOMINIQUE" (1482 TEU), " MSC MARIA LAURA
"(1446 TEU), " MSC VIVIANA "(1658 TEU), " "
P&O NEDLLOYD TOKYO "(3057 TEU), " ZIM PORT SAID "(1426
TEU) und "ZIM YOKOHAMA "(1426 TEU) zur Verschrottung eingetroffen
sind bzw.kurzfristig erwartet werden.
Der Befrachtungsmakler Peter Bartels, Geschäftsführer
der im niedersächsischen Jork ansässigen Firma Shipping
& Chartering GmbH, rechnet damit, daß veraltete Container-Tonnage
in den kommenden Monaten verstärkt aus dem Markt genommen und
zum Abbruch nach Indien geschickt wird. Die Verschrottung der zum
Teil schon über 25 Jahre alten Box-Carrier werde allmählich
wieder einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage und damit
höhere Zeitchartermieten bringen, sagte Bartels am vergangenen
Donnerstag auf einer Konferenz in London. Bartels ist zuversichtlich,
daß die Charterraten ab dem Jahr 2000 wieder langsam aber
stetig ansteigen werden. |