Orangensaft-Supertanker gelauncht
Siemens liefert Hightech-Lösung
für Fruchtsaft-Schiff
Aufgrund der vielen Anfragen die uns zu dieser News erreichen,
möchten wir an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass
es sich in diesem Fall NICHT um einen Schiffsfonds handelt. Es ist
nur ein Hinweis auf Innovation am Markt!
München (pte, 29. Januar 2004 16:52)
Hinter dem Namen "Orange Sky" verbirgt
sich ein Tankschiff der besonderen Art: Statt Rohöl oder Chemikalien
befindet sich im Bauch des Tankers höchstverderblicher frisch
gepresster Orangensaft, der tausende Kilometer über die Weltmeere
transportiert wird. Damit die Ware frisch bleibt, hat Siemens den
ehemaligen Getreidefrachter mit Hightech für die verderbliche
Ware umgerüstet.

Orangensaft wird üblicherweise als Saftkonzentrat
gewonnen. Allerdings fordern Kunden in den USA und in Europa immer
häufiger frisch gepresste Säfte. Das größte
Problem von frisch gepressten Säften ist der Transport der
Flüssigkeit von den südamerikanischen Anbaugebieten zu
den tausende Kilometer entfernten Absatzmärkten in den USA
und Europa. Zu diesem Zweck ließ die Reederei Atlanship S.A.
den ehemaligen Getreidefrachter zu einem Fruchtsafttanker umrüsten.
Zunächst muss der frische Orangensaft vorgekühlt werden
und darf nur bei konstanter Temperatur in einer keimfreien Umgebung
transportiert werden.
Spezialisten für Prozessautomatisierung lösten
dieses Problem, indem sie ein raffiniertes Regelungssystem auf der
"Orange Sky" installierten: Um zu gewährleisten,
dass der Saft nicht mit Sauerstoff in Berührung kommt, wird
Stickstoff in die Tanks gepumpt. Während ein Radarsensor den
Füllstand der Tanks überwacht, misst ein Druck-Messgerät
im Sekundentakt den Stickstoff-Gehalt und steuert automatisch die
erforderliche Gaszufuhr. Temperaturfühler regeln ebenso selbstständig
das komplexe Kühlsystem des Schiffes. Jede Stunde druckt das
System einen Report aus. Auf diese Weise sieht der Abnehmer des
Safts auf einen Blick, ob seine Ware stets bei optimalen Bedingungen
gelagert wurde.
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