Voll daneben, Herr Loipfinger!
Wenn Analyse zur Farce wird!
MT ARCTIC BLIZZARD und MT ARCTIC BREEZE ein notwendiger
Kommentar!
Schon während
des Lesens der Analyse fiel uns die alte Weisheit ein: Wer Lesen
kann, ist deutlich im Vorteil! Diese Aussage scheint für
das Analysten-Team um Herrn Loipfinger, der sich diese Kritik
als Herausgeber des Fondstelegramms anhören muß, eindeutig
nicht zu zutreffen. Denn die Art und Weise, wie hier analysiert
wurde, läßt den Argwohn aufkommen, dass der Hauptprospekt
gar nicht gelesen worden ist.
Der Schlußsatz
der Fondstelegramm-Analyse trifft den Nagel auf den Kopf! "Im
Vergleich zum Vorgängerfonds eine enttäuschende Leistung".
Diese Aussage hat im Umkehrschluß einen sinnbildlichen Charakter
zur guten Analyse des Vorgängerfonds (BUXWAVE), weil die
Analyse zum Beteiligungsangebot MT "ARCTIC BLIZZARD/BREEZE"
einfach enttäuschend ist, und das in allen Belangen! Vielleicht
war es beim letzten Mal auch etwas leichter eine Analyse zu erstellen,
da wir bereits am 12.04.2006 über die Vorzüge des Vorgängerfonds
MS "BUXWAVE" sehr ausführlich berichtet hatten
und uns der Ruf unserer testierten Leistungsbilanz vorauseilt.
Insofern war es sicherlich für das Analysten-Team leichter
eine Analyse am 2.5.2006 im "fondstelegramm" darüber
zu schreiben, weil schon alles Wesentliche analysiert war. Diesmal
haben wir zunächst die Story und die Bedeutung um die Eisklasse
bei Tankern dargestellt, um so den Bedarf und die Wertigkeit solcher
Schiffe aufzuzeigen! Im Detail haben wir die Schiffe noch gar
nicht beschrieben, dadurch fehlten vielleicht Erkenntnisse. Ein
Schelm wer Arges dabei denkt!
Doch nun zu den Fakten:
Da werden bei den Schiffspreisen
Äpfel mit Birnen verglichen und das ist einfach "grottenschlechte"
Recherche! Die Baupreise von Schiffen ohne Eisklasse und ohne
das entsprechende technische Equipment werden mit denen von "Hightech"-Schiffen
verglichen, die deutlich größer sind, über Eisklasse
1A, Tankheizungen und Decksheizungen verfügen und dementsprechend
auch höhere Einnahmen erzielen. So ganz nebenbei liegt der
Größenunterschied bei rd. 10% oder 4000 tdw, um dassdie
"analysierten" Schiffe größer sind als die
zum Vergleich herangezogenen Standard-Schiffe.
Herr Loipfinger, die Baupreise dieser Schiffe lassen überhaupt
keinen Vergleich zu, weil hier ein "Aliud" vorliegt!
Dies wird umso deutlicher, wenn man berücksichtigt, dass
die von Ihnen genannten Baupreise für Standard-Schiffe gelten,
die jetzt bestellt werden und frühestens in ca. 2 - 4 Jahren
zur Ablieferung kommen, nicht aber für Schiffe, die bereits
in diesem Jahr übernommen wurden und damit sofort zum Einsatz
kommen!
Darüber hinaus
kostet die technische Ausstattung dieser Schiffe nachweislich
(Clarkson Research London) rd. 10-15% mehr als bei den von Ihnen
zitierten Schiffen. Der Aufschlag der "Mehrtonnage"
liegt auch noch einmal bei 3 - 5%, so dass sich Ihr Vorgabewert
von USD 43 Mio.( aktueller Wert von Clarkson USD 45,50 Mio.),
mit denen Sie das Angebot der Gebab vergleichen, für ein
Schiff mit den vorliegenden Ausstattungsmerkmalen auf rd. USD
51,6 Mio. errechnen würde, was auch tatsächlich den
bestellten Neubauten dieser Klasse für die Jahre 2009/10
entspricht. Folgt man dann noch Ihrem Aufschlag für Bauzeitzinsen
und Bauaufsicht von nur 5 % - 10 %, dann liegen wir bei Kosten
von rd. USD 57,2 Mio. Aber über die Schiffe in mit Lieferung
in 2009/10 sprechen wir hier gar nicht! Wo liegt eigentlich das
Problem?
Ihre Aussage zum Thema
Vercharterung:
Hier drängt sich
der Verdacht der Legasthenie auf! Sicherlich sind die Daten exakt
wiedergegeben, soweit es die Zahlen betrifft, aber die Abschätzigkeit,
mit der die Vertragspartner "abgewatscht" werden sucht
absolut ihres Gleichen! Dies ist ein eindeutiger Beweis dafür,
dass überhaupt kein Interesse daran bestanden hat, weitergehend
zu recherchieren! Hervorgehoben wird lediglich, dass die Daten
von INC wenig überzeugend sind und über den Norientpool
keine historischen Daten vorliegen. Herr Loipfinger, haben Sie
den Prospekt nicht gelesen?
An dieser Stelle geben
wir gern wieder, was wir zu diesem Thema in unserem Datenblatt
zu diesem Angebot geschrieben haben und was auch auf den Seiten
39 ff des Hauptprospektes zu lesen ist:
"Die Ratingagentur
MRC bewertet INC Interorient Navigation Co. Ltd mit einem Rating
aus März 2006 mit 5 auf einer Skala von 1 - 10 (1 = kein
Risiko; 10 = hohes Risiko). MRC bestätigt, dass das Unternehmen
eine gute finanzielle Basis ausweist. Die Wertabschläge resultieren
daraus, dass auf Grund des Sitzes der Gesellschaft auf Zypern
nur wenige Geschäftsdaten veröffentlicht werden müssen!!!!
(Anm. d. Verf.: Aus der praktischen Arbeit der letzten Jahre sind
uns nur wenige Unternehmen mit einer solchen Kreditwürdigkeit
bekannt, wie es INC Interorient Navigation Co.Ltd ist. Aber dafür
muß man sich halt bei der Erstellung einer Analyse im Markt
auskennen!)
Die Ratingagentur MRC
bewertet D/S NORDEN A/S mit einem Rating aus Februar 2006 mit
2 (!!!) auf einer Skala von 1 - 10 (1 = kein Risiko; 10 = hohes
Risiko). D/S NORDEN A/S wurde 1915 in Dänemark gegründet.
Heute bereedert NORDEN mehr als 124 Bulker und Produkten-/ Chemikalientanker.
2004 war mit einem Gewinn von USD 264,0 Mio. das beste Geschäftsjahr
in der Firmengeschichte. Es wird erwartet, dass der Gewinn des
Jahres 2005 deutlich über dem des Jahres 2004 liegen wird.
Diese beiden Partner, INC und NORDEN, haben den Norient Product
Pool gegründet, über den das MT "ARCTIC BREEZE"
ab Übernahme und nach Beendigung der 3-jährigen Festcharter
das MT "ARCTIC BLIZZARD" eingesetzt wird. Die Eigentumsverhältnisse
in diesem Pool sind paritätisch 50 : 50.
Die Ratingagentur MRC
bewertet den Norient Product Pool mit einem Rating aus März
2006 mit 5 auf einer Skala von 1 - 10 (1 = kein Risiko; 10 = hohes
Risiko). Die MRC Einschätzung des Pools als erhöhtes
Risiko beruht darauf, dass es sich um ein noch junges Unternehmen
handelt, für das noch keine umfangreichen wirtschaftlichen
Kennzahlen zur Verfügung stehen."
Die Darstellung dessen,
dass es den Pool erst seit rd. 1,5 Jahren gibt, kann nicht dazu
gereichen, den Pool nieder zu machen mit der Aussage: "Wie
erfolgreich der Pool in der Vergangenheit war und welche Raten
im Vergleich zum Marktdurchschnitt erzielt wurden, bleibt im Prospekt
leider offen." Wie soll ein Pool, der erst seit 1,5 Jahren
existiert, über historische Daten verfügen, zumal der
Pool keine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt?
Entschuldigung Herr
Loipfinger, das ist keine Analyseaussage, sondern einfach nur
total unqualifizierte Kritik und blinder Aktionismus, der sich
aber nahtlos in das Gesamtbild Ihrer Analyse einfügt! Statt
sich mit den Zielen des Pools zu beschäftigen subsumieren
Sie die fehlenden Vergleichswerte in die Rubrik schlechte Performance!
Haben Sie das nötig? Sämtliche Zahlen und Daten wären
auf völlig unproblematische Weise zu beschaffen gewesen.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, es sei denn man will eine
Drehtür zuschlagen! Nichts Anderes versuchen Sie krampfhaft
und ohne Erfolg!
Beruhigend ist die
Aussage über die Prognosen in der weiteren Entwicklung der
Charterraten, die jedoch gleich wieder relativiert wird durch
die Ausführungen zu den Zinsannahmen der Beteiligung. Ein
Informationsabgleich mit dem Initiator wäre hier sicherlich
hilfreich gewesen, zumal mittlerweile Finanzmarktinstrumente zur
Verfügung stehen, die sinnvoll zum Wohl einer Beteiligung
eingesetzt werden können, wie z.B. Zins-Swaps mit Ausübungsoptionen
in der Zukunft, wodurch die kalkulierten Zinsen deutlich unterschritten
werden können. Aber zur Beurteilung dieser Frage ist die
entsprechende Weitsicht notwendig, um die Qualität einer
Beteiligung analysieren zu können!
Doch abgesehen davon
liegt das Zinsniveau aktuell um 0,3% über den prospektierten
Werten. Nach einhelliger Meinung der Finanzexperten werden weitere
Zinsschritte aus den USA kaum zu erwarten sein, so dass sich Ihre
Kritik an dieser Stelle unter Berücksichtigung der propektierten
Zinssteigerungen ad absurdum führt!
Die Erwähnung
des Wiederauflebens der Außenhaftung scheint eine besondere
Marotte von Ihnen zu sein! Was Sie bei der permanenten Wiederholung
Ihres Hinweises leitet, verschließt sich uns, es sei den
es gäbe ein separates "Lex Rosenheim", was bestimmte
Bereiche des geltenden HGB aushebelt! Prinzipiell beteiligt sich
ein Anleger mit einer festgelegten Summe als Kommanditist an einer
Kommanditgesellschaft, der gebräuchlichsten Form der Schiffsgesellschaft,
und mit dieser Beteiligungssumme wird er auch in das Handelsregister
als Kommanditist eingetragen! In der Phase, in der diese Kommanditgesellschaft
auf Grund handelsrechtlicher Vorschriften zur Gewinnermittlung
abschreibungsbedingt Verluste erzielt und gleichwohl Ausschüttungen
vorgenommen werden, sind diese Zahlungen Rückzahlungen auf
das eingezahlte Kommanditkapital, die zwangsweise die Haftung
wieder aufleben lassen. Wo ist das Problem?
Es ist ja allgemein
bekannt und von uns auch nicht unerwähnt geblieben, dass
Sie, Herr Loipfinger, ein anerkannter Experte für Immobilienbeteiligungen
sind. Genau deswegen sollten Sie Ihre Immobilienerfahrungen nicht
mit den Gegebenheiten bei Schiffsbeteiligungen vermischen. Einen
solchen Vergleich sollten Sie scheuen, wie der Teufel das Weihwasser.
Sie vergessen nämlich, dass bei Schiffen, insbesondere bei
dem Angebot der GEBAB neben einer vergleichsweisen schnellen 14-jährigen
Regeltilgung weiter erhebliche Tilgungen von rd. USD 10 Mio. bereits
in den ersten 3 Jahren geleistet werden (zu lesen auf Seite 63
des Prospektes). Da es üblicherweise bei Schiffen keine weiteren
Gläubiger als die finanzierende Schiffshypothekenbank gibt,
ist hier der Hinweis auf die Wiederauflebung der Außenhaftung
so sinnlos wie ein Kropf.
Aus diesen Gründen
ist Ihre Analyse samt Fazit nicht das Papier wert, auf dem sie
ausgedruckt ist. Zudem fällt uns generell in Gesprächen
mit verschiedenen Initiatoren aber auch Kunden auf, dass Ihre
Analysen in diesem Bereich nur noch auf ein müdes Grinsen
stoßen, getreu dem alten Motto:
Was stört es eine
deutsche Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt?
Vor einiger Zeit haben
Sie einmal die Überschrift gebraucht: "Schuster bleib
bei deinem Leisten!" Schade, dass Sie Ihre eigene Aussage
nicht berücksichtigen! So bleibt nur das Fazit:
Im Vergleich zu anderen Analysen
eine enttäuschende Leistung.
Unsere Meinung:
Die beiden Tanker MT "ARCTIC BLIZZARD"
und MT "ARCTIC BREEZE" sind ein absolut empfehlenswertes
Angebot, weil die Perspektiven dieses Schiffstyps exzellent sind.
Wer sich an einem solchen Angebot beteiligen will, der sollte
auch perspektivisch denken, dann wird die Anlageentscheidung auch
nicht schwer fallen.
Den Hauptprospekt zum
Beteiligungsangebot MT "ARCTIC
BLIZZARD/ARCTIC BREEZE" finden Sie hier zum Download!
Das Datenblatt zum
Beteiligungsangebot MT
"ARCTIC BLIZZARD/ARCTIC BREEZE" finden Sie hier zum
Download!
Den Zeichnungsschein
zum Beteiligungsangebot MT
"ARCTIC BLIZZARD/ARCTIC BREEZE" finden Sie hier zum
Download!