Es gibt wieder Perspektiven
Endlich dringt aus dem Dschungel der deutschen
Steuerpolitik mal wieder eine gute Nachricht ans Tageslicht. 15
Milliarden Euro hatte Bundesfinanzminister Hans Eichel über
den recht willkürlichen und in der Wirkung wenig durchdachten
Abbau von mehr als 40 Steuervergünstigungen aus den Taschen
von Bürgern und Betrieben angeln wollen. Das hat die Union
verhindert.
Nach dem Bundestag hat der Bundesrat dem Vermittlungskompromiss
zum Steuerpaket endgültig zugestimmt. Zuvor hatte der Bundestag
gegen die Stimmen der FDP den Steuerkompromiss des Vermittlungsausschusses
gebilligt. Aber das können Sie in den Nachrichtenmedien besser
verfolgen.
Wie gewöhnlich haben "Alle"
gewonnen!
Hier nur eine Zusammenfassung: Die Union feierte
sich gestern als Sieger. "Steuererhöhungsorgie gestoppt",
jubelte der schleswig-holsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Dietrich
Austermann. Sogar die rot-grünen Koalitionäre, die gehörig
hatten zurückstecken müssen, äußerten sich
gedämpft positiv. Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßte
die Verständigung mit der Union im Steuerstreit. SPD-Fraktionschef
Franz Müntefering tat kund: "Nun ist man zu einem Ergebnis
gekommen, was nicht gut ist, aber was befriedigend ist." Die
Grünen-Finanzpolitikerin Christine Scheel meinte: Ich finde
das eigentlich ganz gut."
Die Anleger profitieren davon
Die sogenannte Vereinfachungsregelung bei der
Abschreibung (A 44 Abs.2 EStR) bleibt bestehen. Diese Regelung besagt,
daß Wirtschaftsgüter, die im ersten Halbjahr eines Wirtschaftsjahres
angeschafft werden, mit dem vollen Betrag der jährlichen Absetzung
für Abnutzung (AfA) abgeschrieben werden können. Wirtschaftsgüter,
die im zweiten Halbjahr eines Wirtschaftsjahres angeschafft werden
können dagegen nur mit der Hälfte dieses Betrages abgeschrieben
werden. Die Abschaffung dieser Regelung hätte den Konzeptionären
für Schiffsbeteiligungen erhebliche Probleme bereitet und die
negativen steuerlichen Ergebnisse deutlich verringert. Der Verzicht
auf die Abschaffung dieser Regelung gibt bei vielen Schiffsfonds
jetzt die planerische Sicherheit, wie künftig mit der AfA zu
verfahren ist.
Optionszeitraum bei der Tonnagesteuer
soll abgeschafft werden
Die Ministerpräsidenten Per Steinbrück
(NRW) und Roland Koch (Hessen) haben eine Vorlage zur Veränderung
der Tonnagesteuer in die Diskussion eingebracht, die sicherlich
realisiert werden wird! Es geht dabei um die "Verhinderung
von unangemessenen Gestaltungen bei der Tonnagesteuer". Danach
soll künftig die 3-jährige Antragsfrist zur Ausübung
der Option zur Tonnagesteuer abgeschafft werden.
Das heißt im Klartext: Entweder Tonnagesteuer von Beginn an
oder erst in 10 Jahren (dann ist ein Wechsel zur Tonnagesteuer i.d.R.
wegen der hohen Differenzen Buchwert/Zeitwert uninteressant).
Aus gut unterrichteten Kreisen haben wir erfahren,
dass dies erst für Neubaubestellungen von Schiffen ab dem Jahr
2004 gelten soll. Damit entfällt zukünftig die Möglichkeit,
die Anfangsverluste einer Schiffsbeteiligung in den ersten drei
Jahren auszuschöpfen, um anschließend zur Tonnagesteuer
zu wechseln. Sicherlich wird es in diesem Jahr noch genügend
Schiffsbestellungen geben, die erst in den Jahren 2004 und 2005
zur Ablieferung gelangen und den Bestandsschutz des Bestelldatums
genießen.
Ob dies wirklich so kommt, können wir Ihnen nicht mit Sicherheit
sagen, aber es spricht viel dafür.
Sicher ist nur eins: Die derzeit auf den Markt
kommenden Beteiligungsangebote werden zu den ganz sicheren Angeboten
gehören, soweit es die steuerlichen Gegebenheiten betrifft.
Achten Sie daher auf unsere nächsten Produktvorstellungen,
weil der "RUN" auf diese Beteiligungen sicherlich sehr
hoch sein wird. Warten Sie nicht zu lange! |