Was ist eigentlich los mit dem Glas auf demTisch?
Sicherlich kennen viele den Ausspruch: Ein Glück,
das Glas auf dem Tisch ist noch halb voll! Diese optimistisch klingende
Aussage wird der Pessimist natürlich umdrehen und sagen: Um
Himmels Willen, das Glas auf dem Tisch ist ja halb leer! Beide Aussagen
sind richtig, aber aus dem Blickwinkel des unbefangenen Betrachters
vermittelt letztere Aussage ein sehr negatives Bild. Diese Betrachtungsweise
haben sich viele Journalisten zu eigen gemacht und bemühen
sich, getreulich des Wahlspruches: Only bad news are good news!
Den Containerschiffsmarkt nach bestem Können negativ darzustellen.
Natürlich ist der Markt schlecht, aber für
wen eigentlich? Genau für diejenigen Containerschiffe, die
aktuell aus geschlossenen Charterverträgen ausscheiden. Diese
Schiffe haben es derzeit sehr schwer, eine vernünftige Anschlußbeschäftigung
zu bekommen. Die derzeitige Krise des Marktes - eine der immer wiederkommenden
Krisen in den letzten 15 - 20 Jahren - ist ein ganz normales Marktregulativ,
wie es in "fast" regelmäßigen Abständen
immer wieder kommt.
Doch genau diesen Faktor übersehen viele
Journalisten, "quasi mit voller Wucht"! Schenkt man dieser
Art des Journalismus Glauben, so standen wir gestern am Rand des
Abgrundes, heute sind wir "Gott sei Dank" schon einen
Schritt weiter.
Diese einseitige Art des Journalismus - wobei
es auch sehr löbliche Ausnahmen unter den schreibenden Damen
und Herren gibt - hat uns dazu ermuntert, eine ganze Reihe von Daten
und Fakten zusammen zu tragen, die möglicherweise Ihr Interesse
finden könnten. Es sind die Ergebnisse langer Recherchen in
den aktuellen Gutachten zur mittel- und langfristigen Perspektive
des Marktes für Containerschiffe.
Wir stützen uns in der folgenden Zusammenstellung
auf Publikationen des ISL, anderer Institute und auf Berichte im
THB. Die sehr ausführliche Darstellung mag dem einzelnen Leser
ermüdend erscheinen, aber wir glauben, daß wir unseren
interessierten Lesern diese Informationen über die Perspektiven
des Marktes schuldig sind. Nicht zu letzt solche Informationen geben
uns die Einsicht in die Notwendigkeit, weiter in Schiffsbeteiligungen
zu investieren.
Unter kritischer Würdigung dieser
ganzen Fakten sind wir der Überzeugung, daß das Glas
auf dem Tisch noch halbvoll ist.
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