Der MIRAX 10/2003 - Prognose für die Trends
in der Containerschifffahrt!
Die aktuellen Entwicklungen des Marktes
bieten Anlegern nachhaltig große Potentiale!
Der MIRAX 10/2003 zeigt eine leichte Stagnation
in der Entwicklung der Charterraten, die aber iahreszeitlich bedingt
ist. So konnte der Durchschnittschart für Schiffe ohne Ladegeschirr
eine Steigerung von 3,26 % gegenüber dem Vormonat aufweisen,
aber in den verschiedenen Größenklassen ergibt sich ein
sehr uneinheitliches Bild, weil einige Größenklassen
ein deutliches Plus ausweisen, während andere Größenklassen
ein Minus ausweisen. Insgesamt war die Nachfrage aber ungebrochen
gut. Die Abschwächung des Durchschnittswertes hat Ihre Ursache
im Bereich der "Jumbo-Containerschiffe". Schiffe jenseits
der 6.500 TEU-Grenze haben einfach wesentlich niedrigere Chartern
pro Stellplatz, weil sich hier die Masse des Transportraumes auswirkt.
Dadurch entsteht im Durchschnittschart eine deutliche Abweichung
von den Standardwerten.
Wir arbeiten an einer Lösung, die diesem
Problem gerecht wird, damit die statistische Standardabweichung
zukünftig richtig erfaßt werden kann.
Bei den Schiffen mit Ladegeschirr ergibt sich
im Durchschnittschart eine Verschlechterung von 0,76%, die marginal
ist.
Prognose für die Trends in der Containerschifffahrt!
Insgesamt wird der Markt in den nächsten
4 Monaten eher ruhig sein! Das Weihnachts-geschäft ist gelaufen
und eine deutliche Veränderung des Marktverhaltens werden wir
erst wieder einige Wochen nach dem chinesischen Neujahrsfest erkennen
können. Bis dahin (ca. März 2004) wird sich der Markt
eher in einer Seitwärtsbewegung weiter entwickeln. Sicherlich
wird es in dieser Zeit vereinzelte Ausbrüche nach oben oder
unten ergeben, aber im Großen und Ganzen wird sich das derzeitige
Niveau des Marktes erst im nächsten Jahr wieder verändern,
und zwar weiter nach oben.
Gründe, weshalb wir den Markt nachhaltig
positiv sehen!
Ein sehr wichtiger Auslöser für die
derzeitige Marktsituation liegt in dem Untergang des havarierten
Rohöltankers MT "PRESTIGE" Ende 2002. Nach dieser
Umweltkatastrophe sind in erheblichem Umfang Neubauaufträge
für Doppelhüllentanker bei den Werften in Fernost erteilt
worden. Das Vorziehen der zeitlichen Grenze der Duldung von Einhüllenschiffen
in der Tankschifffahrt von 2015 auf 2010 hat ungeheuere Tankerneubauaufträge
ausgelöst. Zwischenzeitlich sind die Regelungen nochmals verschärft
worden, weil seit Oktober 2003 ein Einlaufverbot für Einhüllentanker
für die EU besteht! Die Weltflotte besteht zu 50% aus Tankern,
die zum großen Teil ersetzt werden müssen. Wir haben
über dieses Thema wiederholt berichtet. Auf Grund dieser Situation
sind die Werften in Fernost an die Grenze Ihrer Kapazitäten
gelangt, mit der Folge, dass freie Ablieferungstermine für
Neubauten, die jetzt bestellt werden, frühestens in 2006/2007
möglich sein werden.
Zweiter wichtiger Auslöser für die derzeitige
Marktsituation sind die positiven Wachstumsprognosen für verschiedene
ostasiatische Länder und die damit verbundene Zunahme der Verkehre.
Dies hat zu einer deutlichen Steigerung der Bestellungen für
Containerschiffe bei den führenden Werften in Korea und China
geführt. Die großen Linienreedereien haben vorwiegend
Containerschiffsneubauten der POSTPANMAX – Klasse (über
5.000 TEU) geordert. Die Charterraten bewegen sich für diese
Schiffe derzeit in Bereichen, die deutlich jenseits der USD 30.000
– Marke liegen, mit weiterem Potenzial nach oben!
Die beständig wachsende Nachfrage nach freier
Tonnange bei den Containerschiffen hat dafür gesorgt, daß
die latenten Überkapazitäten aus dem Markt genommen wurden.
In den nächsten drei Jahren wird es nach dem derzeitigen Stand
in den Orderbüchern zu einer Zuwachsrate von 8% bei den Neubauablieferungen
gegenüber dem jeweiligen Vorjahr kommen. Eine Verschrottungsquote
von einem Prozent ist in diese Prognose einbezogen. Die jähliche
Bedarfssteigerung in der Nachfrage nach freier Tonnage wird von
den führenden Wirtschaftsinstituten auf 10 bis 15 % prognostiziert.
Daraus resultiert eine Unterkapazität an freier Containertonnage
von rd. 5 % p.a. Kumuliert errechnet sich über den Prognosezeitraum
eine rechnerische Unterkapazität von annähernd 20%.
Wegen der zuvor beschriebenen hohen Auslastung
der Werften bis 2006/2007 sind zusätzliche Ablieferungen in
den Bauklassen zwischen 2500 - 4000 TEU nur in sehr geringem Umfang
möglich. Als Konsequenz daraus und den derzeit sehr erfreulichen
Marktentwicklungen ergeben sich insbesondere für Containerschiffe
der genannten Größenklasse in den kommenden zwei bis
drei Jahren eine deutlich über dem Angebot liegende Nachfrage
mit hoher Auslastung und ein sehr komfortables Charterratenniveau.
In Bezug auf unsere aktuellen Angebote an Containerschiffen
bedeutet dies für das 2.500-TEU
- Schiff MS "LUNA" eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit
für den Abschluß einer aus heutiger Sicht deutlich verbesserten
Charterrate, ohne daß dies kalkuliert wäre! Auch für
das 6.750-TEU
- Schiff MS "NORTHERN MAJESTIC" Tranche 2004
ergeben sich aus der derzeitigen Marktsituation deutlich Vorteile
in Bezug auf die Verlängerungsoption des Chartervertrages.
Derzeit liegen die langfristigen Charterraten für Schiffe dieser
Größenordnung deutlich über der Rate, die HAPAG-Lloyd
bei Ausübung der Option zahlen müßte. Dieser Vorteil
der Schiffsgesellschaft legt den Schluß nahe, daß man
bei diesem Schiff von einer 11-jährigen Beschäftigung
ausgehen kann.
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