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Die ausführliche Kapitalanlage Meldung

Den folgenden Artikel über die steuerliche Belastung der Bürger fanden wir im Hamburger Abendblatt vom 17.3.2000. Auf Grund seiner Aktualität geben wir diesen Artikel im vollen Wortlaut wieder. egen diese Abgabenlast, die vom Präsidenten des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, angeprangert wird, können Sie sich in diesem Jahr letztmalig wirkungsvoll schützen, in dem Sie Ihre Steuerplanung selbst gestalten. Gestaltungsmöglichkeiten finden Sie hier.


Steuerzahlerbund rechnet nach: So wird der Bürger abkassiert


(Hamburger Abendblatt vom 17.3.2000)

Die Belastung von Bürgern und Wirtschaft mit Steuer- und Sozialabgaben ist nach Angaben des Bundes der Steuerzahler weit höher als bisher dargestellt. 1999 seien die Abgaben auf den historischen Rekordstand von 56,1 Prozent des Volkseinkommens geklettert - nach 41,5 Prozent im Jahr 1960 und knapp 51 Prozent in 1990, teilte der Präsident der Organisation, Karl Heinz Däke, mit. "Daran wird sich trotz der geplanten Steuerreform nicht viel ändern." Auch für Arbeitnehmer alleine sowie für deutsche Firmen im internationalen Vergleich bestätige sich der hohe Abgabendruck. Dies sei "eine schwere Hypothek" für Wachstum und Beschäftigung.

Däke bezog sich auf eine neue Studie des zum Steuerzahlerbund gehörenden Karl-Bräuer-Instituts. "Diese Entwicklung ist schlichtweg inakzeptabel", sagte er und verlangte "Entlastungen in ganz anderen Dimensionen". Die SPD kritisierte die Darstellung, da die Steuerpflichtigen im Zeitraum 1998 bis 2005 um 75 Milliarden Mark entlastet würden. Die FDP begrüßte die Forderung nach Senkung des Spitzensteuersatzes auf 35 Prozent.

Allein bei der Gruppe der Arbeitnehmer blieben trotz Steuerreformen vor allem Besser- und Spitzenverdiener sowie Ledige ohne Kinder stark belastet. Ihnen bleibe netto "nicht einmal die Hälfte" übrig. Familien mit Kindern und Geringverdiener würden dagegen klar entlastet, sagte Däke. "Ein besseres Kompliment kann er der Regierungskoalition gar nicht machen", erwiderte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Joachim Poß. Laut Däke ist die Entlastung der Familien aber weniger das Verdienst der Parteien, sondern nur auf den Druck des Bundesverfassungsgerichts zurückzuführen.

Nach der bisherigen volkswirtschaftlichen Abgabenquote, die sich auf das Bruttoinlandsprodukt bezieht, werde die Belastung der Steuerzahler mit 43,6 Prozent bagatellisiert, monierte Däke. Das Karl-Bräuer-Institut habe daher eine neue Einkommensbelastungsquote entwickelt, die mit 56,1 Prozent um 12,5 Prozentpunkte viel höher ausfalle. Sie beziehe sich anders als die herkömmliche Abgabenquote auf das Volkseinkommen und nicht auf das Bruttoinlandsprodukt und damit auch nicht mehr auf Abschreibungen. Diese machten bereits 15 Prozent des Inlandsprodukts aus, seien aber keine Einkommen und mehrten nicht das Vermögen. Diese Erkenntnis habe jetzt wohl auch das Statistische Bundesamt. Das Bundesamt verkündete unterdessen, dass die Erhöhung der Mineralölsteuer infolge der Ökosteuer dem Fiskus einen Geldsegen beschert hat. Die Einnahmen stiegen 1999 um 9,5 Prozent auf 72,7 Milliarden Mark.

Am stärksten kletterten die Einnahmen aus der Erdgas-Steuer - um 53,9 Prozent auf 4,4 Milliarden Mark. Damit brachte diese Abgabe erstmals mehr Geld ein als die auf leichtes Heizöl, die um 10,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Mark stieg. Die Einnahmen aus der Benzinsteuer legten um 4,9 Prozent auf 41,9 Milliarden Mark zu, Diesel brachte 22,6 Milliarden Mark, ein Plus von 12,5 Prozent. (HA)

 

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