Schiffsbeteiligungen - Mira GmbH & Co KG Schiffsbeteiligungen, Containerschiffe -News
-Angebote
-Newsletter
-Kontakt
-Impressum
-Wir über uns
-Anforderungsbogen

SchiffsbeteiligungenFlugzeugfondsgeschlossene Fonds - Logistikgeschlossene Fonds -alternative Kapitalanlagen

Die ausführliche Kapitalanlage Meldung

 

Schiffsbeteiligungen - wenn es enger wird

Wir haben für Sie in der HANSA International Maritime Journal 02/2007 folgenden Kommentar veröffentlicht.

Das numerische Angebot an Schiffen ist ungebrochen hoch, aber die Fundamentaldaten laufen dem entgegen. Auslöser für meine kritische Auseinandersetzung mit den Marktdaten ist eine sehr lesens- und empfehlenswerte Analyse aus dem Hause Fondsmedia. Unter dem Titel "Ertragsaussichten und Werthaltigkeit für Vollcontainerschiffe" ist eine Analyse erstellt worden, die sich sehr ausführlich mit einem großen Volumen von Marktdaten beschäftigt und zu sehr interessanten Ergebnissen kommt.

Daraufhin habe ich einen Abgleich mit vorhandenen eigenen Daten vorgenommen und bin zu dem Schluss gekommen, dass einige Schiffsbeteiligungen einer sehr eingehenden Analyse unterzogen werden sollten, bevor man sich daran beteiligt. Wo liegt das Problem, wenn man es denn so nennen kann.

Das Problem liegt im auseinanderklaffen von Baupreisen für neue Containerschiffe und Charterraten, die für diese Schiffe aktuell erzielt werden können. Diese beiden entscheidenden wirtschaftlichen Eckdaten bewegen sich nämlich diametral. Während die Schiffbaupreise rekordverdächtige Höhen erreicht haben und noch keine deutlichen Zeichen für einen Rückgang zu erkennen sind, haben die Charterraten nach den Erreichen ihres "Alltime"-Hochs im Frühsommer 2005 (April/Mai) einen rückläufigen Trend zu verzeichnen.

Zum besseren Verständnis der nachfolgenden Ausführungen ist es notwendig einen kurzen Blick in die Vergangenheit zu werfen.In den Zahlen unseres eigenen Indexes (MIRAX) haben wir die Entwicklung der Charterraten für Containerschiffe mit und ohne eigenes Ladegeschirr in verschiedenen Größenklassensegmenten seit 1999 erfasst. In der grafischen Darstellung sind die Durchschnittswerte aller Größenklassen zu einem Gesamtdurchschnittswert für Containerschiffe mit und ohne Ladegeschirr zusammengefasst.

Beginnend im Jahr 1999 kamen die Charterraten aus einer Marktentwicklung, die als sehr schlecht anzusehen war. Der Durchschnittswert für den Gesamtmarkt aller Containerschiffe mit Ladegeschirr lag bei 4,71 US-Dollar pro Containerstellplatz (nicht Homogen-TEU). Bei den Schiffen ohne Ladegeschirr lag dieser Wert bei 4,69 US-Dollar pro Containerstellplatz. Dies, und die weitere Entwicklung, verdeutlichen die beiden nachfolgenden Grafiken sehr anschaulich:


Nach einer Erholungsphase bis September 2000 hatte der Markt für Containerschiffe mit Ladegeschirr einen durchschnittlichen Wert von 9,00 US-Dollar und ohne Ladegeschirr von 8,47 US-Dollar erreicht. In den folgenden 16 Monaten fielen die Durchschnittscharterraten auf ihren absoluten Tiefstand von 4,08 US-Dollar bzw. 3,73 im Januar/Februar 2002. Nach diesem Tief unterlagen die Charterraten durch die Öffnung Chinas und die stärker werdende Wirtschaft Indiens einem so unvorstellbaren Wachstum bis Mitte 2005, wie der Markt es insgesamt noch nie erlebt hatte. Der bisher höchste Stand der durchschnittlichen Charterraten wurde in den Monaten April und Mai 2005 erreicht. Die Werte stiegen auf 16,48 US-Dollar bzw. 15,83 US-Dollar im Durchschnitt

Ausgelöst durch diesem Boom in Asien wurden in sehr großem Umfang Schiffe bestellt, auch über den Zeitpunkt des Charterratenhochs in 2005 hinaus. Die Folgen dieser Massen-bestellungen schlugen natürlich sofort durch auf die Schiffbaupreise, weil die Werften nach Jahren schlechter Preise die Chance hatten, wieder Geld zu verdienen. Schiffbauplätze wurden knapp und die ordernden Reedereien mussten – und müssen weiterhin – teuer dafür bezahlen. Der Boom in China und Indien mit dem ungeheuren Bedarf an Transportkapazität und insbesondere die Nachfrage nach immer mehr und immer größerer Tonnage ließ die Schiffbaupreise explodieren.

Doch nicht allein die Nachfrage im Bereich der Containerschiffe sorgte für den Anstieg der Schiffbaupreise, auch die extreme Nachfrage nach Doppelhüllentankern auf Grund der IMO-Vorschriften sorgten für eine deutliche Verknappung von Bauplatzkapazitäten für Schiffe. Der Markt war von seinen eigenen Regularien von Angebot und Nachfrage überrollt worden.

Seit Ende der 90er Jahre waren durch Stagnation im Containermarkt auch die Schiffbaupreise sehr niedrig und erreichten ihren Tiefstand im Jahr 2002. Parallel zur Ratenentwicklung der Chartern im Containerbereich entwickelten sich auch die Schiffbaupreise nach oben.

Die Baukosten stiegen in den Jahren von 2002 bis 2006 in den Bereichen der Schiffsgrößen 725 TEU bis 3.500 TEU um durchschnittlich 63,2% und in den Bereichen darüber, also 3.501 bis 6.200 TEU in der Zeit von 2003 bis 2006 um 34,1%. Bei den Containerschiffen in den Bereichen um 1700 TEU, 2750 TEU und 3500 TEU stiegen die Schiffbaupreise sogar um mehr als 70% an.

Ab 2005 wirkten sich die ersten Ablieferungswellen neuer Containerschiffe sehr schnell auf die Entwicklung der Charterraten aus. Im Bereich der Containerschiffe mit Ladegeschirr sanken die Raten von April 2005 bis November 2006 um 46,2% auf einen Durchschnittswert von 8,87 US-Dollar und bei Containerschiffen ohne Ladegeschirr um ebenfalls 46,2% auf 8,52 US-Dollar. Gegenwärtig hat sich der Markt stabilisiert und die Branche hofft auf ein Anhalten dieses Trends. Aber in Anbetracht eines mittelfristigen Wachstums des Marktes von 9- 10% bei einem Containerumschlag von 438 Mio. 20-Fuß-Containern im Jahr 2006 und einem Flottenwachstum von rd. 12% p.a. bis 2010 könnte der Chartermarkt tendenziell eher etwas nachgeben, weil das Flottenwachstum über dem Marktwachstum liegt.

Dieser Trend wirkt sich natürlich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung von Schiffsbeteiligungen aus. Verschiedene Basisdaten einer Schiffsbeteiligung sagen etwas aus über die mögliche wirtschaftliche Entwicklung und über Erfolg oder Misserfolg. Welche dieser Daten für eine Berechnung herangezogen werden sollten, lässt sich schlecht verallgemeinern, weil jeder seine eigenen Betrachtungen darüber anstellt, was ihm wichtig ist.

Ein sehr einfaches Mittel ist die Ermittlung des Kaufpreisfaktors einer Schiffsbeteiligung. Bei dieser Methode wird die Charterrate eines Jahres in Relation zum Kaufpreis des Schiffes gesetzt. Ergibt sich daraus ein Wert der etwa beim 6-fachen der Jahrescharter liegt, kann das Investment insgesamt aufgehen. Dies ist aber nur eine sehr grobe Verallgemeinerung, weil diese Methode die Schiffsbetriebskosten berücksichtigt, die in der Charterrate enthalten sind. Da bekanntlich an den Schiffsbetriebskosten in der Kalkulation sehr viel gespielt werden kann ist es etwas genauer mit der Bareboatcharter als Bezugsgröße zu rechnen, weil in der Charterrate nur noch der Kapitaldienst enthalten ist. Durch die Berechnung mit der verringerten Bareboatcharter erhöht sich natürlich der Faktor. Aber auch hier sind Werte um die 8-fache Jahrescharter als vernünftig zu betrachten.

Natürlich ist dieser Wert nur ein Anhaltspunkt für die Prüfung der Werthaltigkeit einer Schiffsbeteiligung. Bei den weitergehenden Berechnungen hat jeder so sein Geheimnis, das er gern für sich behält. Wichtig ist nur, dass es bei den derzeitigen Marktverhältnissen immer schwerer wird, eine Schiffsbeteiligung vernünftig zu kalkulieren. Es besteht sehr leicht die Gefahr, dass sich die Schiffsbeteiligung eher für das Emissionshaus als für den Anleger rechnet. In einer Phase, in der sich Schiffbaupreise und Charterraten für Containerschiffe weiterhin von einander entfernen, wird es nicht nur zusehends enger, sondern es fängt an zu kneifen und darüber sollte sich der Anleger genauso bewusst sein, wie das Emissionshaus Verantwortung dafür trägt, nicht alles zur Schiffsbeteiligung zu machen, was schwimmt.

 

Für zusätzliche Informationen, Rückfragen, Zeichnungsunterlagen, Kritik und Lob nutzen Sie bitte unseren Anforderungsbogen.

 

Tragen Sie sich bitte in unsere Mailingliste ein, damit wir Sie stets über die aktuellsten Entwicklungen und wichtigsten Informationen auf dem Laufenden halten können!


[Zurück]

[Nach oben]

[News-Index]

[Startseite]
 
Alle hier veröffentlichten Inhalte dürfen ohne schriftliche Zustimmung des Autors, weder im Ganzen noch in Teilen in andern Publikationen verwendet werden. © Mira Anlagen GmbH & Co KG

Archivierte Meldungen:

Sämtliche Angebote, für die Sie im Archiv noch Prospekte finden, sind ausplatziert! Aktuelle Angebote, in der gesetzlich gültigen Version, finden Sie ausschließlich auf unserer Startseite!

[07.05.2009

GEBAB Ocean Shipping II, ein Fonds entwickelt sich zum Highlight


[07.02.2007

Schiffsbeteiligungen"at it´s best"! Achtung CONTI X seit 16.2.2007 ausplatziert!!!!


[23.11.2010

Wir wünschen unseren Lesern eine schöne Weihnachtszeit! Für das Jahr 2011 wünschen wir Ihnen alles Gute, Gesundheit und Frieden.


[08.09.2011

Achtung Schmeißfliegen!


[05.12.2005

Schiffsfonds Buxhai - Wieder ein Containerschiff der GEBAB mit goldenem Kiel!