EU verbietet einwandige Öltanker
Einwandige Tanker dürfen in EU-Gewässern
kein Schweröl mehr transportieren. Diesen Beschluss fassten
die EU-Verkehrsminister am Donnerstag in Brüssel. Die Verordnung
tritt in Kraft, sobald das Europäische Parlament ihr zustimmt.
"Dies ist ein spektakulärer Schritt nach vorne, nur wenige
Monate nach dem Untergang der 'Prestige'", sagte die für
Transport und Energie zuständige EU-Kommissarin Loyola de Palacio.
Mit dem anvisiertenVerbot reagierte die EU auf
eine Reihe von Tankerunglücken in den vergangenen Monaten.
Mit der Zustimmung des Parlaments wird noch in diesem Jahr gerechnet.
Von dem Transportverbot in EU-Hoheitsgewässern sind alle einwandigen
Tanker betroffen, egal unter welcher Flagge. Für Tanker unter
der Flagge eines EU-Staats gilt das Transportverbot weltweit.
Neben dem Verbot von Schweröltransporten
will die EU einwandige Schiffe bis 2010 komplett ausmustern lassen.
Bislang erlaubt die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO)
bei Tankern mit nur einer Schutzhülle je nach Baujahr eine
Frist bis maximal zum Jahr 2017.
Aus Gründen der Aktualität machen wir an dieser
Stelle noch einige Ausführungen zum Thema Tanker!
Warum Sie jetzt in bestimmte Tankertypen
investieren sollten!
Der aktuelle Aufschwung in der Tankerschifffahrt
ist die Konsequenz einer - dankenswerten! - restriktiven Umweltpolitk.
Damit ist vielen Tankerhavarien - zuletzt insbesondere der Havarie
des MT "PRESTIGE" vor Küste Spaniens Rechnung getragen
worden. Nicht zuletzt diese Havarie in jüngster Vergangenheit
hat dazu geführt, daß die Auflagen für den Betrieb
von Tankschiffen jetzt konsequent durchgeführt werden.
Der Grund des zu erwartenden Aufschwunges: über
40 Prozent der weltweiten Tankerflotte ist älter als 20 Jahre.
Nur ein geringer Anteil der Tankerflotte verfügt über
die notwendige Doppelhülle. Die Folge: Ab 2003 werden viele
Tanker abgewrackt, weil sie den gesetzlichen Bestimmungen nicht
mehr genügen. Eine Überkapazität durch Neubestellungen
kann mittelfristig deswegen nicht entstehen, weil die Abwrackqoute
höher liegt, als die Neubauquote, die von den Werften kommen
wird.
Im Bereich der Produktentanker zwischen 28 - 45.000
dwt wird dies eindrucksvoll durch die nachfolgende Grafik dargelegt,
die auf den aktuellen Zahlen von Clarkson Research und anderen Instituten
aufgebaut ist. Diese Zahlen zeigen deutlich die Divergenz zwischen
Neubauablieferungen, die in den Orderbüchern der Werften stehen
und den Abwrackzahlen, die auf Grund gesetzlicher Bestimmungen festgeschrieben
sind.

Die Folge dieser positiven restriktiven Umweltbestimmungen:
581 Schiffe mit insgesamt fast 3,7 Millionen Tonnen
Tragfähigkeit werden bis 2010 vom Markt verschwinden. Allein
2003 und 2004 sind bereits 207 Tanker davon betroffen, die rund
17 Prozent der Gesamtflotte ausmachen!
Ganz besondere Bedeutung kommt dabei Neubau -
Schiffen zu, die mit besonderen Ausstattungs-merkmalen versehen
sind! Über diese Art von Tankern werden wir Ihnen in der nächsten
NEWS berichten, weil sonst der Rahmen dieser NEWS gesprengt werden
würde.
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